23.7.2004 Schweres Gewitter mit Unwettercharakter

 

Gegen 19:00 Uhr zog langsam eine gut ausgebildete Gewitterzelle heran. Die Struktur sah der einer Superzelle sehr ähnlich. Zu diesem Zeitpunkt soll es auch 4 cm große Hagelkörner über Thüringen gegeben haben. Doch schwächelte das System und die Blitzaktivität nahm vermehrt ab. Nur an der südlichsten Spitze der Zelle blieb die Blitaktivität weiterhin stark, während der Rest der Zelle sich mehr und mehr abregnete und zerfiel. Doch genau dieser südliche Zellteil zog näher und näher. Gegen 20 Uhr erreichte uns dann dieses neu entstandene und formierte Gewitter, wobei die Blitzzaktivität merklich zunahm. Vermehrt traten jetzt auch Erdblitze auf. Die Färbung dieser Zelle war sehr bedrohlich.

 

Neu entstandene, sehr starke Zelle

 

Es wurde ersichtlich, dass der Zellkern leicht südlich vorbeiziehen würde. So konnte ich wenigstens einige schöne Blitzaufnahmen machen. Aber im Bereich des Starkniederschlags ging es ganz schön ab. Anhand der Himmelsfärbung war Hagel nicht ausgeschlossen.

 

 

 

  

Nach einem einstündigem Blitzspektakel verabschiedete sich die Zelle nach Osten. Die Blitzrate war zeitweise sehr hoch, rund 20 Blitze pro Minute. Im Bereich des Starkniederschlags fielen bis zu 35 Liter Regen auf den Quadratmeter, davon teilweise 25 Liter in nur 10 Minuten!! Den ganzen Abend und den folgenden Tag waren Straßenmeistereien und Feuerwehren noch mit der Beseitigung von Schäden beschäftigt. Vor allem Straßen und Keller liefen voll. Das Dach eines Wohnhauses in Aue wurde durch einen Blitz zudem beschädigt. Glücklicherweise brach kein Feuer aus. Bei mir, 5 km weiter nördlich, gab es nur mäßigen Regen, sodass nur 3 Liter in einer Stunde zusammen kamen.

 

© Michel Oelschlägel

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Datum: 29. März 2017

                  

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