6.5.2005 erstes Hagelgewitter

 

Der Tag begann sehr kühl und wolkig, immer wieder gab es am Vormittag Regen. Erst am frühen Nachmittag lockerte die Bewölkung auf und die Temperatur erreichte wenigstens um die 11 °C. Dennoch reichte die Sonneneinstrahlung aus, um einige Schauer aufzubauen. Der erste gewittrige Schauer überquerte meinen Beobachtungsstandort kurz vor 16 Uhr. Jedoch bliebt es bei etwas Gegrummel und mäßigen Regen. Nach einer kurzen Sonnenscheinperiode zog gegen 16:15 Uhr eine neue Schauerzelle heran. Schon aus der Ferne war rege Blitztätigkeit und leises Grummeln vernehmbar.

 

neue Schauerzelle

 

Blitzaktivität wird sichtbar

 

Mit weiterer Annäherung nahm die Blitzaktivität weiter zu, bis schließlich die ersten großen Regentropfen zu Boden fielen. Hin und wieder gab es auch den einen oder anderen Naheinschlag. Zunehmend mischte sich nun Hagel unter den Niederschlag, bis schließlich sehr starker Regen, gepaart mit bis zu 1 cm großen Hagelkörnern zu Boden fielen.

 

 

Blitzaktivität (Videostills)

 

erste Hagelkörner

 

 

 

 

zunehmender Hagel und Starkregen (Videostills)

 

Nach wenigen Minuten hörte der Niederschlag wieder auf. Der Hauptniederschlagskern verfehlte mich und zog etwas weiter südlich vorbei. Dort dürfte einiges an Niederschlag runter gekommen sein. Zudem waren nun schöne Wolkenstrukturen zu beobachten.

 

 

 

 

Nach dieser Beobachtung schwächte sich die Zelle rasch ab, sodass mich das 2. Niederschlagsfeld nur noch in abgeschwächter Form erreichte. So gab es nur noch mässigen Regen und einige wenige Blitzentladungen sowie einige Sturmböen. Jedoch war die Temperatur auf 5.8 °C gefallen, es war also empfindlich kühl geworden.

 

abziehende Zelle

 

 

Auf dem Niederschlagsradar war nur die Niederschlagsstufe stark zu erkennen. Ich bin mir aber sicher, dass während des Entwicklungshöhepunktes die Radarreflektivität noch höher gewesen sein muss. Zudem kommt es bei solchen kühlen Temperaturen, wie sie heute vorherrschten, schneller einmal zur Graupel oder gar zur Hagelbildung, obwohl die Radarreflektivität nicht die höchste Stufe erreicht. Insgesamt also ein kräftiges, blitzreiches Gewitter.

 

© Michel Oelschlägel

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Datum: 18. Dezember 2017

                  

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