Heftige Gewitter mit Überschwemmungen in Mittelsachsen und im Osterzgebirge am 01.09.2019

 

Am meteorologischen Herbstanfang entwickelten sich in leicht gescherter Umgebung und in labiler Luft ab den Mittagsstunden teils kräftige Gewitter in Teilen Sachsens, Thüringens und Tschechiens. Zunächst entwickelte sich im Osterzgebirge ein erstes, starkes Gewittersystem, welches noch bis nach Bautzen weiterzog. Es brachte Überschwemmungen und Hagel mit sich. Auch westlich von Freiberg bei Flöha entstand gegen 14:50 Uhr eine Gewitterzelle, welche anschließend unter Verstärkung ostwärts zog. Ich fing das Gewitter zunächst bei Brand-Erbisdorf ab. In Brand-Erbisdorf gab es bereits starken Regen. Anschließend ging es von dort aus weiter über Müdisdorf und Lichtenberg ins Bobritzschtal. Zeitweise gab es Sturm im Outflowbereich der Zelle und im Niederschlagskern Hagel bis 1 cm im Durchmesser. Nahe Weißenborn war nachfolgend ein massiver Downburstfuß erkennbar. Kräftiger Sturm und anschließend heftigster Starkregen gingen hier nieder. Einzelne Feuerwehreinsätze in Folge des Starkregens gab es im Durchzugsgebiet der recht gut organisierten Zelle.

 

Neubildung bei Flöha gegen 14:50 Uhr...

 

Die selbe Zelle zwischen Lichtenberg, Weißenborn und dem Bobritzschtal gegen 15:30 Uhr...

 

Ein massiver Niederschlagsfuß/ Downburstfuß ist hier erkennbar...

 

Weiter geht es Richtung Gewitterkern...

 

Kurz darauf: Heftiger Starkregen und starker Sturm hüllen die Landschaft ein...

 

Ich folgte dem System noch etwas nach Osten, bevor es sich bei Dippoldiswalde langsam abschwächte. Dafür gingen jetzt westlich wieder neue Zellen hoch und eine traf kurz darauf, etwa gegen 16:10 Uhr, Freiberg mit Starkregen und kleinem Hagel. Ich entschied mich aber dazu, eine Zelle weiter südlich anzufahren, die von Marienberg Richtung Sayda zog. Der Aufzug des Gewitters war überaus dynamisch und die Zelle baute vor allem südlich an, während der Nordteil schwächer wurde. Gegen 17 Uhr erwischte ich am Grenzübergang bei Neurehefeld den Kern der Zelle. Starker Sturm, heftiger Starkregen und einzelne kleine Hagelkörner gingen hier nieder.

 

Gewitterzelle bei Freiberg gegen 16 Uhr...

 

Ich fahre jedoch eine 2. Gewitterzelle bei Sayda an...

 

Gerade der südliche Teil des Systems bei Sayda präsentiert sich kurz darauf als sehr dynamisch...

 

Turbulente Wolkenunterseite...

 

Fallstreifen des Niederschlagskernes...

 

Heftiger Starkregen und Sturm bei Neurehefeld am Grenzübergang...

 

Nachfolgend ging es dann zurück nach Freiberg, wo von Westen ein stärkeres System aufzog. Gegen 17:30 Uhr erwischte ich zwischen Pretzschendorf und Klingenberg noch den Niederschlagskern dieses Gewitters, der hier erneut mit Sturm und heftigem Starkregen einherging. In Folge dieses Gewitters, welches u.a. auch nochmals das Gebiet traf, das durch die erste Zelle bereits getroffen wurde, gab es nun vermehrt Feuerwehreinsätze in der Region.

 

Niederschlagskern eines neuen Systems bei Pretzschendorf gegen 17:30 Uhr...

 

Rückseite des abziehenden Gewitters...

 

Überschwemmungen sind die Folge...

 

Auch Schlammlawinen treten auf...

 

Durch den Starkregen gab es Schlammlawinen und einige größere Überschwemmungen. Einige Straßen waren zeitweise blockiert. Nach Durchzug des letzten Gewittersystems schwächte sich die konvektive Aktivität am Abend dann jedoch rasch ab. Eine schöne frühherbstliche Abendstimmung schloss den Tag ab.

 

Abendstimmung nach den Gewittern...

 

© Michel Oelschlägel

Datum: 7. April 2020

                  

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