Gewitter am 26.3.10

 

Nach einem hartnäckigen Winter wurde es in der Woche vom 21. bis zum 26.3. frühlingshaft mild. Die Höchstwerte stiegen in Sachsen teils über die 20 °C-Marke. Vor allem im Südwesten Deutschlands wurden noch höhere Werte erreicht. Am Freitag, dem 26.3., näherte sich aus Westen eine Kaltfront, rückseitig fielen die Werte auf teils unter 10 °C. Es gab 2 Hauptaktivitätsherde, einer zog von Rheinland-Pfalz über Hessen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen Richtung Ostsee, ein 2. Gewitterbereich entwickelte sich über Bayern und griff bis nach Sachsen und Thüringen aus. Später verclusterten beide Systeme unter nächtlicher Abschwächung locker über Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern und zogen nordwärts ab. Das Ganze war an ein Bodentief gekoppelt, welches quer über die Mitte Deutschlands zog.

 

Der erste Cluster verursachte vor allem über Hessen und Niedersachsen Sachschäden durch orkanartige Böen und Orkanböen. Auch Tornadoverdachtsfälle und Hagel bis 3 cm wurden gemeldet. Das 2. System über Bayern brachte ebenso örtlich Sturmschäden mit sich und Hagel, aber vor allem die Gewitter an der östlichsten Flanke fielen recht trocken aus.

 

17:30 Uhr bildeten sich direkt vor dem System neue Zellen über dem Westerzgebirge und Vogtland. Rasch formierte sich eine Böenfront. Anfangs waren die Zellen kaum von Blitz und Donner begleitet. Auch heftiger Starkregen war eher die Ausnahme. Dennoch gab es zu diesem Zeitpunkt bereits signifikante Sturmschäden im Vogtland. Dächer wurden durch heftige Böen abgedeckt und Bäume stürzten um. Die Linie verlagerte sich langsam nach Nord/Nordost. Langsam nahm auch die Blitzaktivität zu und 2-3 mal pro Minute zuckten kräftige Blitze vom Himmel. Einige wanderten unter der Wolkenunterseite kilometerweit, ohne sich Richtung Erde zu entladen. Neben Sturmböen gab es aber kaum signifikanten Regen. Vereinzelt regnete es etwas stärker, örtlich trat fast reiner Hagelschlag bis 1 cm auf.

 

Aufzug des Gewitters, zu diesem Zeitpunkt dürften auch die Sturmschäden im Vogtland entstanden sein...

 

 

 

 

 

 

 

Blitzentladungen vom Gewitter

 

Zu Beginn des Gewitters wehte ein stürmischer, trockener Südostwind, während die Zellen bereits nord/nordostwärts zogen. Möglicherweise war diese trockene Luft in den untersten Schichten für das weitgehende Abtrocknen der Niederschläge verantwortlich. Dieses Phänomen trat anfangs vor allem an der Südostkante des Cluster auf, die Gewitter waren wie gesagt dort recht trocken. Anders dagegen im westlichen Teil des Gewitterherdes, dort gab es teils heftigen Regen, allerdings wurde hier auch durch die Lage des Bodentiefs keine allzu trockene Luft mehr herangeführt.

 

Insgesamt ein nettes Schauspiel für Ende März, welches auf eine gute Saison 2010 hoffen lässt.

 

© Michel Oelschlägel

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Datum: 23. September 2017

                  

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