30.4.2009: Kräftige Nachtgewitter

 

Nachdem am Nachtmittag bereits im Nordwesten von Sachsen einige kräftige Gewitter unterwegs waren, war es im Erzgebirge bis zum Abend hin beständig und trocken. Gegen 22:15, als die meisten Hexenfeuer bereits ihrem Ende entgegen brannten, unterbrachen unerwartet vereinzelte Blitze die Dunkelheit. Durch den Dunst der vielen Feuer konnte man anfangs nicht zuordnen, wo das Gewitter sich befand. Erst später wurde klar, dass sich über dem Altkreis Annaberg im Westerzgebirge eine neue Zelle gebildet hatte, welche unter Verstärkung südwestwärts zog. Eine weitere Zelle ging weiter nördlich hoch. Teils erreichten die Zellen > 55 dBZ und verclusterten bald miteinander, zusammen mit weiteren Neubildungen, sodass ein kräftiges mehrzelliges Gewittersystem entstanden war.

 

Gleich zu Beginn gab es kräftigen Regen und Hagel mit knapp > 1 cm an meinem Beobachtungsort. Im weiteren Verlauf lies der Hagelanteil nach, es gab nur noch mehr oder weniger starken Regen. Die Blitzrate lag bei bis zu 5 Blitzen pro Minute, meist waren es Wolkenblitze. Die Erdentladungen waren auch oft nicht sichtbar, da der Dunst der Feuer die Sichtweite erheblich einschränkte. Erst gegen Ende des Gewitters wurde die Sicht rasch besser und man konnte die Entladungen nun in voller Pracht geniesen. Gegen 23:30 Uhr war das System über mich hinweggezogen, wobei dann nochmal Nebel aufzog und die Sicht wieder schlechter wurde.

 

 

Hagelschlag und Starkregen zu Beginn des Gewitters

 

 

Kräftige Blitzentladungen, noch ist die Sicht schlecht...

 

 

Gegen Ende des Gewitters bessert sich die Sicht...

 

 

 

Eine besonders schöne Entladung...

 

 

letzte Blitze des abziehenden Systems

 

Mancherorts soll es kirschgroßen Hagel an diesem Abend gegeben haben, wie mir Augenzeugen beispielsweise aus Schwarzenberg berichteten.

 

© Michel Oelschlägel

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Datum: 21. Juli 2017

                  

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