Kräftige Gewitter über Mitteldeutschland am 12. und 13. Mai 2016

 

Am 12. und 13. Mai lag die breite Mitte Deutschlands unter schwül-warmer Luft, während es am Alpenrand kräftig und langanhaltend regnete. An der Grenze zur Warmluft bildeten sich bereits am 12. Mai einige kräftige Schauer und Gewitter, vorwiegend in Bayern. Allerdings entwickelten sich am späteren Nachmittag auch über Brandenburg und Sachsen einige kräftige Schauer und Gewitter.


In Sachsen schossen über dem Osterzgebirge und der Sächsischen Schweiz gegen 16 Uhr einige kräftige Zellen nach oben, welche Richtung Freiberg weiterzogen. Freiberg wurde gegen 16:40 Uhr von einer Gewitterzelle getroffen, welche mit heftigem Starkregen einherging. Die Freiberger Zelle baute anschließend weiter an und es entstand in der Folge eine kleine Multizelle mit mehreren heftigen Kernen. Einer traf Mobendorf bei Hainichen gegen 16:55 Uhr. Ich war nun ebenfalls in dem Gebiet dort unterwegs und versuchte das Gewitter abzufangen. In Mobendorf kam ich in Starkregen und kleinen Hagel. Zudem schlug hier ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Die Bewohnerin wurde mit Verdacht auch Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehren der umliegenden Orte waren im Einsatz. Einen größeren Brand gab es jedoch nicht und es blieb bei einer Rauchentwicklung.

 

Gewitter über Freiberg am 12.05.2016

 

Starkregen geht über dem Stadtgebiet nieder...

 

Weiter geht es Richtung Mobendorf - dem Gewittersystem hinterher...

 

Starkregen in Mobendorf

 

Feuerwehreinsatz in Mobendorf durch Blitzeinschlag in ein Wohnhaus...


Anschließend verlegte ich noch Richtung Berbersdorf an der A4, da sich dort ebenfalls ein kräftiger Niederschlagskern gebildet hatte. Erneut gab es heftigen Starkregen und einige kräftige Blitze, bevor das Ganze unter Abschwächung Richtung Westen abzog.

 

Weiterer Gewitterkern Richtung Berbersdorf...

 

Heftiger Starkregen nahe der A4-Auffahrt Berbersdorf...

 

Abziehendes Gewitter...


Eine ähnliche Wetterkonstellation blieb auch am 13.5. erhalten. Von Rheinland-Pfalz über Hessen bis in den Osten Deutschlands bildeten sich ab den Mittagsstunden zunehmend kräftige Gewitter. Besonders in Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz waren diese Gewitter recht stationär und es kam zu Überflutungen. Auch in Ostsachsen gab es wiederholt kräftige Gewitter, teils mit Hagel und Sturm. Lokal war auch die Feuerwehr wegen Wasserschäden im Einsatz.

 

Im weiteren Verlauf des Nachmittags bildeten sich auch in Bayern zunehmend Gewitter. Ich war derweil bei Coburg an der thüringisch-bayrischen Grenze unterwegs und konnte bei Seßlach gegen 19 Uhr 2 Gewitter beobachten. Die erste Zelle zog mit gelegentlichem Grummeln Richtung Bamberg weiter, während eine zweite, kräftigere Entwicklung aus Richtung Coburg folgte. Das Gewitter zog kurz darauf südlich von Seßlach mit heftigstem Starkregen sowie kleinem Hagel bis 1 cm im Durchmesser durch. Zudem gab es regelmäßig Wolkenentladungen. Das Gewitter zog weiter Richtung Bamberg, wobei die Blitzrate zeitweise recht hoch war. Kurz darauf schwächte sich das Gewitter langsam wieder ab.

 

Aufziehendes Gewitter bei Seßlach nahe Coburg am 13.05.2016...

 

 

 

 

Heftiger Starkregen setzt ein...

 

... und wird zum Wolkenbruch.

 

 

Anschließend fällt auch Hagel bis 1 cm im Durchmesser...

 

Blick auf die Gewitterrückseite...

 

Nachgewitterstimmung


Auch Richtung Augsburg gab es am Abend noch heftige Gewitter, bevor sich - tagesgangbedingt - die Gewitter langsam abschwächten. In den Folgetagen hielt dann deutlich kühleres Wetter Einzug. So gingen am 15.05. verbreitet kräftige Starkregen- und Graupelschauer nieder, teils auch mit Blitz und Donner. Die Temperaturen erreichten lediglich noch 8-14°C.

 

Aufziehender Graupelschauer bei etwa 10°C

 

Graupelschauer mit Sturm und Starkregen...

 

© Michel Oelschlägel

 

Datum: 18. Dezember 2017

                  

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