Hochdrucklagen Mitte Februar 2008

 

Nach einem überwiegend zyklonal geprägten Januar taute die bestehende Schneedecke von Anfang Januar rasch ab, sodass dieser Winter seither etwas zu mild und äußerst schneearm ausfiel. Nur noch auf den höchsten Gipfeln der Mittelgebirge konnte sich eine Schneedecke halten, welche allerdings auch nicht sonderlich hoch ausfiel. Ab dem 10. Februar breitete sich ein starkes Hoch namens David nach Mitteleuropa aus.

 

10.2.: Hochdruckeinfluss macht sich breit...

 

Tief Winnie über der Nordsee brachte am 11.2. allerdings ein paar schwache Störungen, wie Hochnebel über der Ostsee und dem Norden Deutschlands. Im Osten überwog Cirrusbewölkung und brachte einige schöne Lichterscheinungen zu Tage...

 

schwache Nebensonne

 

schwaches Halo

 

Sonnenuntergang mit Nebensonne (rechts)

 

Lichtsäule

 

Lichtsäule, ein paar Minuten später

 

 

Sonnenuntergang

 

In den folgenden Tagen übernahm nachfolgend Hoch Erwin und später Hoch Friedrich die Regie über Mitteleuropa, welche anfangs aber auch hochnebelartige Bewölkung brachten. Gleichzeit gab es einen Kaltluftausbruch über Polen bis nach Südosteuropa. So wurde es am 15.2. zunehmend sehr kalt, aber wenigstens lies die Hochnebelbewölkung wieder nach. Es floss folgend sehr trockene, aber auch kalte Luft in den Osten der Bundesrepublik ein. Da in den höheren Schichten der Feuchtegehalt allerdings noch hinreichend groß war, die Luft aber stark auskühlte, gab es trotz Hochdrucklage auch einige leichte Schneeschauer im Osten, vor allem im Bereich des Erzgebirges.

 

 

Schneeschauer

 

Die Nacht zum 16.2. erwies sich als sehr kalt, die Temperaturen fielen verbreitet auf -5 bis -10 °C im Osten und Südosten, teils auch darunter. Durch die gleichsam sehr niedrigen Taupunkte im zweistelligen Minusbereich war die Luft sehr klar, es setzte kaum Reif an. Nur in den höheren Lagen im Erzgebirge war die Reifbildung aufgrund der noch etwas höheren Luftfeuchte durch noch tiefere Temperaturen recht stark ausgefallen.

 

 

 

sehr kalte, klare Nacht

 

Der Morgen des 16.2. begann ebenso sehr kalt und klar.

 

kalter Morgen

 

Im Tagesverlauf gab es erneut einige Störungen in Form von schwachen Schneeschauern. Es blieb weiterhin sehr kalt bei Tageshöchstwerten im Osten und Südosten - speziell in Sachsen und Bayern - im Frostbereich. Teilweise erreichte der Luftdruck außergewöhnlich hohe Werte von 1045-1049 hPa über Deutschland.

 

Sonnenuntergang am 16.2.

 

© Michel Oelschlägel

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Datum: 23. Juni 2017

                  

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