Unwetter durch Tauwetter Ende März/Anfang April

 

Nach den ungewöhnlichen Schneemassen, welche in den vergangenen Wintermonaten in den deutschen Mittelgebirgen sowie in den Hochlagen Tschechiens zusammenkamen, führte deutlich mildere Luft ab dem 25. März zu einem massiven Tauwetter. Obwohl stärkere Regenfälle ausblieben, reichte allein die milden Temperaturen aus, um teilweise größere Hochwassersituationen auszulösen. Über Tage hinweg führten zahlreiche Bäche und Flüsse beispielweise im Erzgebirge Hochwasser bis Meldestufe 3, vor allem die Zschopau sei hier erwähnt sowie diverse andere Gewässer wie die Würschnitz oder die Zwönitz. Über Tage hinweg blieb die Hochwassersitation angespannt, da die bis zu 2 m hohen Schneemassen in dem Mittelgebirgslagen allmählich abtauten. Besonders schlimm sollte sich aber in den Folgetagen die Situation an der Elbe entwickeln. Aus dem tschechischen Riesengebirge sowie der hohen Tatra und dem bayrischen Wald flossen über Moldau und Elbe riesige Wassermassen zusammen, welche zu einen schlimmen Hochwasser in allen der Elbe anliegenden Städten und Dörfern in Tschechien und Deutschland führten. Der Elbpegel erreichte beispielsweise in Dresden gut 750 cm (2002 waren es dort 2 m mehr!), der Normalpegel liegt bei etwa 2 m. In zahlreichen Landkreisen wurde angesichts der Überschwemmungen Katastrophenalarm ausgelöst. Erneut gab es seit dem Jahrhunderthochwasser im August 2002 wieder große Schäden entlang des Elbeflusses zu beklagen. 10 Tage lang blieb der Pegel der Elbe über einem Stand von 7 m (in Dresden), die Scheitelwelle und die mitgeführten Schmelzfluten wirkten also besonders lang auf Deiche und Dämme ein. Allerdings hätte es weitaus schlimmer kommen können, wenn zusätzliche Regenfälle eingesetzt hätten. Der von der Schneeschmelze völlig übersättigte Boden zusammen mit den ohnehin übervollen Flüssen hätte zusätzliche Wassermassen absolut nicht mehr aufnehmen können! Folgend 2 180°-Aufnahmen von der Elbe am 1. April 2006 (Wasserstand ca. 720 cm):

 

letzte Elbbrücke zwischen Altstadt und Neustadt in Dresden - Blickrichtung in den nördlichen Flussverlauf, im Hintergrund ist über den Schiffen die Dresdener Frauenkirche zu erkennen

 

 

 

Hochwasser an der Elbe am 1. April 2006

 

© Michel Oelschlägel

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Datum: 1. Mai 2017

                  

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