zurück zu den Unwettern des 29.7.05

 

Schwere Schäden im Bereich Zschorlau bis Wolfsgrün 

 

Im Bereich des Zschorlauer Forstes meldete mir am 31.7.2005 Andreas Krause weitere schwere Forstschäden, die sich inform einer 7 km langen und 50- 100 m breiten Scheise äußern. Auf Nachfrage schickte er mir dann freundlicherweise einige Bilder, die er von dem Baumschäden machen konnte. Zudem schickte er mir noch folgenden Bericht zum Geschehen:

 

"In Wolfsgrün fehlt auf einer Länge von 200m und einer Breite von 50m jeder Baum. Meine Mutter erzählte mir, es klang, als sei ein Hubschrauber am Fenster vorbeigeflogen. Die Bäume zeigen alle Richtung Neidhardtstal. Auf der gegenüberliegenden Seite der Wiese liegen am Waldrand dann nur noch ein paar Bäume über dieselbe Breite. Dort beginnt ein Tal (hab ich leider nicht fotografiert). Dann tritt die Windhose erneut ein (in einer verlängerten Linie, etwa 1km später) man sieht zu Beginn noch nicht so viel. Erst als ich tiefer in den Wald bin, habe ich die verheerenden ganzen Ausmaße gesehn. Ich traf zwei Wanderer, die mir erzählten dass das bis Zschorlau so aussieht. Von der Straße aus kann man das auch teilweise sehen. Den ganzen Weg nach Zschorlau bin ich aber nicht gegangen (kann man nicht fahren)."


Ich war zuvor selbst einmal in der Gegend und habe einige Orkanschäden fotographiert bei Burkhardtsgrün. Leider ist mir die Schneise im dahinterliegenden Wald von meinem Fotostandort nicht aufgefallen. Die Bilder zum Orkanschaden in dieser Region findet man hier.

 

Folgend nun einige Bilder von dieser Schneise, die mir freundlicherweise Herr Andreas Krause zu Verfügung stellte:

 

 

 

 

Es wird deutlich, das auch dieses Gebiet vom Unwetter schwer getroffen wurde. Teilweise findet man im Wald einige Stellen, wo kein einziger Baum den Sturm überstanden hat. Ich gehe in diesem Bereich von Downburst- und massiven Orkanschäden aus, da die insgesamt derart betroffene Fläche recht weite Ausmaße annimmt. Allerdings dürften hier Böen von deutlich mehr als 150 km/h für diese Schäden verantwortlich sein! Die höchste Schadensintensität kann man laut der Torroskala auf T4 schätzen (mehr als 180 km/h)!

 

 

Schwere Schäden im Forstgebiet um Tellerhäuser

 

Die folgenden Bilder zeigen weitere stark betroffene Waldflächen zwischen Zweibach und Tellerhäuser. Auch dort wurden großflächig nahezu alle Bäume entwurzelt.

 

 

 

 

In diesem Bereich gehe ich von einem Downburst oder von heruntergemischten starken Orkanböen (mehr als 150 km/h) aus. Die durch dieses Gebiet führende Straße war nach dem Unwetter fast eine Woche lang unbefahrbar! Die höchste Schadensintensität kann man laut der Torroskala auf T4 schätzen (mehr als 180 km/h)!

 

 

Schwere Schäden im Forstgebiet bei Schwarzenberg/Heide (Tornadoverdachtsfall)

 

Auch in der Nähe des Schwarzenberger Ortsteils Heide wurden große Forstschäden (T3/F1 - maximal T4/F2) verursacht. Allerdings zeigen die hier aufgetretenen Schäden in der Gesamterscheinung eher eine Schneisenform. Ein Teil der Schäden war zum Zeitpunkt der Aufnahmen im Herbst bereits aufgearbeitet, allerdings möchte ich hier einen möglichen weiteren Tornado als Verursacher dieser Schäden nicht ausschließen.

 

© Michel Oelschlägel

 

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Datum: 14. November 2018

                  

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