22.7.2003 Starkhagelereignis durch Superzelle

 

Nachdem am 21.7. vorrangig der Westen Deutschlands von kräftigen Gewittern heimgesucht wurde, stieg am 22.7. das Unwetterpotenzial auch in der Mitte und im Osten Deutschlands stark an. Bereits ab Mittag schossen die ersten Gewitterzellen über Thüringen in die Höhe. Die erste starke Zelle über dem Westen Thüringens konnte sich dabei erheblich verstärken und erreichte bald den Status einer Superzelle. Diese zog nun nördlich des Erzgebirges entlang und verursachte starken Hagelschlag, wobei im Landkreis Aue-Schwarzenberg und Annaberg die Hagelkörner einen Durchmesser von bis zu 5 cm erreichten und Schäden an Autos und Gewächshäusern verursachten. Zudem konnte sich oftmals eine Hageldecke ausbilden, welche bis zu 15 cm dick war! Diese Superzelle zog im weiteren Verlauf unter Abschwächung nach Tschechien, wo sie mit anderen Zellen verclusterte. Den ganzen Tag lang gab es in Mitteldeutschland noch Unwetter, mehrere Superzellen waren dabei vor allem auch in Thüringen unterwegs.

 

Da ich bei dem Ereignis gerade im Urlaub war, habe ich das Unwetter in Aue-Schwarzenberg nicht selbst erlebt. Allerdings wurden mir glücklicherweise von Matthias Wagner aus Antonsthal (Landkreis Aue-Schwarzenberg) mehrere Aufnahmen bezüglich des Hagelschlages in seinem Ort zur Verfügung gestellt. Nochmals herzlichen Dank dafür an dieser Stelle! In Antonsthal waren die Hagelkörner bis zu 5 cm groß!

 

Aufnahmen vom Hagelschlag (Fotos von Matthias Wagner):

 

 

 

 

 

 

Nach dem Hagelunwetter (Fotos von Matthias Wagner):

 

 

 

Hageldillen in der Fahrzeugkarosserie

 

 

4-5 cm große Hagelkörner

 

 

 

Verbreitet wurde im Durchzugsgebiet der Zelle Hagel zwischen 2-4 cm beobachtet. Teilweise konnte sich Hagel mit Korngrößen bis 5 cm bilden.

 

Die verursachten Hagelschäden fielen allerdings deutlich geringer aus als beispielweise am 8.5.2003. Damals wurden Hagelkörner mit bis zu 7 cm Durchmesser registriert, welche auch eine höhere Masse aufwiesen. Dennoch reichten die produzierten Hagelgrößen am 22.7.03 im Erzgebirge aus, um Dachfenster und Gewächshäuser zu zerschlagen sowie diverse Fahrzeuge zu beschädigen, wobei hier hauptsächlich Blechschaden und kaum Glasbruch beobachtet wurde. Durch die großen Hagelmengen gab es allerdings auch erhebliche Verkehrsbehinderungen auf teilweise spiegelglatter Fahrbahn.

 

Damit handelt es sich um die 2. Superzelle in der Saison 2003, welche vor allem durch starken Hagel auf sich aufmerksam machte.

 

© Michel Oelschlägel

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Datum: 23. Juni 2017

                  

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