Zusammenfassung Winter 2008/2009

 

Am 21.11.08 gab es im Erzgebirge den ersten nennenswerten Wintereinbruch durch Zentraltief Gabrijella über Nordpolen, welches vor allem im Nordwesten und Westen teils mit erheblichen Neuschneemengen einherging, aber auch im Erzgebirge teils stärkere Schneefälle verursachte. Gerade die kräftigen Schneeschauer und Wintergewitter am 22.11. waren dabei recht ergiebig. Vor allem das mittlere und östliche Erzgebirge profitierte von den Schauerstraßen, sodass sich dort in 48 h bis zu 40 cm in den Kammregionen anhäuften. Im Westerzgebirge war der Neuschneezuwachs deutlich geringer ausgefallen. 

 

Nach den Schneefällen vom 22.11.08...

 

In der Folgewoche zum 28.11. gab es weiterhin noch Schneefälle durch ein Tiefdrucksystem namens Jenny, welches den Einfluss des oben genannten Zentraltiefs ablöste. Anschließend wurde es am Ende der Woche langsam milder und in den tieferen und mittleren Lagen des Erzgebirges setzte Tauwetter ein.

 

 

In den Hochlagen weiterhin winterlich, wie hier auf dem Fichtelberg (Aufnahmen vom 28.11.08)...

 

Nebensonne

 

Die 1. Hälfte des Dezembers verlief recht wechselhaft, Schneefälle, Tauwetter und trockene Abschnitte wechselten einander ab. Sonnenschein blieb allerdings eher die Ausnahme. Erst in der 2. Dezemberhälfte nahm der antizyklonale Einfluss immer mehr zu, in dessen Folge auch die Sonnenscheinanteile. Ab dem 25.12. lag das kräftige Hoch Quentin über Mitteleuropa. Während die Tageshöchstwerte bis zum 31.12. zwischen 2 und -5 °C schwankten, fielen nachts die Temperaturen bis unter - 10 °C. Zudem war eine ausgeprägte Inversion beobachtbar. So lag in der Nacht zum 31.12. die Minimum-Temperatur auf dem Fichtelberg (1214 m) gerade mal bei 1 °C, rund herum wurden durch die tiefer gelegenen Stationen -7 bis - 11 °C registriert. Oberhalb von 650 m blieb durch die kalte Witterung die Schneedecke seit Ende November (trotz Tauwetter Anfang Dezember) bis in das neue Jahr erhalten.

 

 

 

 

Impressionen vom Hochdruck Ende Dezember

 

Anfang Januar 2009 nahm der zyklonale Einfluss wieder zu. Am 4.1.09 brachte Tief Akai in ganz Sachsen ergiebige Schneefälle mit sich. Im Erzgebirge fielen dabei hier auf knapp über 600 m 32 cm Pulverschnee binnen 24 h, auf 700 m schon um 40 cm. In weiteren 12 h wuchs diese Schneedecke noch einige Zentimeter an.

 

 

 

Etwa 10 cm Neuschnee bis Mittag

 

weiter andauernder Schneefall am Abend

 

 

 

Am Morgen des 5.1.09, um 30 cm Neuschnee...

 

In den folgenden Tagen ab dem 6. Januar beeinflusste Hoch Angelika den mitteleuropäischen Raum. Dabei wurde es sehr kalt über der Mitte Deutschlands. Tageshöchswerte überschritten nicht die - 10°C-Grenze, nachts wurden vielerorts unter - 20 °C gemessen, direkt am Boden sogar knapp unter - 30 °C.

 

 

 

Sonnenschein und Eiseskälte

 

Mitte Januar nahm die Niederschlagsneigung wieder zu und es wurde wieder etwas milder. Nebel und Sprühregen führten dabei teils zu Straßenglätte und vereisten Gegenständen. So sahen vor allem die Bäume am 16.1. in der Sonne traumhaft aus, da sie mit einer 1 cm dicken Eishülle umgeben waren.

 

 

 

 

Vereiste Bäume und Sträucher...

 

Mit Sturmtief Joris am 23.1. setzte Tauwetter ein, wobei es im Erzgebirge einen ausgeprägten Föhnsturm gab, gleichzeitig aber auch sämtliche Niederschlagsgebiete am Erzgebirge abtrockneten. Dennoch blieb die Schneedecke hier bis in den Februar gerade so erhalten (wenige Zentimeter).

 

Anfang Februar: Schnee taut immer weiter...

 

Das Sturmtief Quinten brachte am 11.2. reichlich Neuschnee in Verbindung mit Sturmböen, örtlich schweren Sturmböen, was zu nennenswerten Verwehungen führte. Die Verkehrsbedingungen waren teilweise chaotisch. In 6 h fielen 10-15 cm Neuschnee knapp oberhalb von 600 m, allerdings sehr stark verweht. Im weiteren Tagesverlauf gab es weitere Schneefälle, sodass bis zum Abend gut 20 cm Neuschnee zusammen kamen. Bis zum 16. Februar stieg diese Neuschneedecke nach teils kräftigen Schauern (vor allem am 13.2. nachts) noch auf ca. 25 cm an, zwischenzeitlich scheinte auch die Sonne bei bestem Winterwetter (15.2.09).

 

20 cm Neuschnee durch Tief Quinten

 

 

 

Zwischenzeitlich auch schönes Winterwetter...

 

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© Michel Oelschlägel

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Datum: 17. Oktober 2017

                  

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